APEX RACEWIRE Redaktion
Mercedes unbeeindruckt nach Ungarn-Sieg von McLaren
Obwohl McLaren die Dominanz von Mercedes in Ungarn durchbrach, bleibt Teamchef Toto Wolff gelassen und sieht keinen Grund zur Panik.
Von Michael de Vries - 2026-07-28T14:15:02.000Z - 2 Min. Lesezeit

Nach einem vollkommen dominanten Auftakt in die Formule 1-Saison, bei dem Mercedes die ersten sechs Grands Prix in Folge eindrucksvoll gewinnen konnte, hat der Glanz in den letzten Wochen etwas nachgelassen. Obwohl das Team aus Brackley nach wie vor eine beeindruckende Macht ist, stand es in den jüngsten fünf Rennen 'nur' zweimal auf dem obersten Treppchen. Das wirft die Frage auf, ob die Konkurrenz nun tatsächlich näher rückt.
Diese Phase relativer Zurückhaltung fiel mit deutlichen Fortschritten des Rivalen McLaren zusammen. Am vergangenen Wochenende zeigten sich diese Fortschritte beim Grand Prix von Ungarn deutlich, wo das Team von der Poleposition aus souverän zum Sieg fuhr und damit eine lange Serie von Mercedes-Erfolgen beendete.
Trotz der bemerkenswerten Leistung der Mannschaft aus Woking und der scheinbaren Herausforderung bleibt Mercedes-Teamchef Toto Wolff auffallend ruhig. Der Österreicher zeigt sich keineswegs besorgt über die Schritte seiner Rivalen und relativiert die Auswirkungen der jüngsten Ergebnisse.
Wolff ging sogar so weit nahezulegen, dass der Sieg von McLaren in Ungarn für Insider keine Überraschung gewesen sein könne. Er erklärte, dass "selbst künstliche Intelligenz den Sieg von McLaren in Ungarn vorhergesagt hatte", was zeigt, dass Mercedes die Entwicklung und das Potenzial der Konkurrenz auf spezifischen Strecken genauestens beobachtet hatte.
Der Teamchef betont, dass die Gesamtleistung von Mercedes über die gesamte Saison hinweg weiterhin außergewöhnlich ist. Der Fokus liegt nach wie vor auf der eigenen Entwicklung und der Maximierung des Potenzials des eigenen Boliden. Die jüngsten Siege anderer werden im Team nicht als fundamentale Bedrohung für die Titelambitionen gesehen.
Vorerst blickt Mercedes also zuversichtlich nach vorne. Interne Analysen bestätigen, dass das Team auf Kurs liegt; die Herausforderungen der Konkurrenz werden zwar anerkannt, rauben aber niemandem den Schlaf. Der Kampf in der Formule 1 bleibt unmindert spannend, aber Wolffs Blick ist auf das Große Ganze gerichtet.