APEX RACEWIRE Redaktion
Verstappen kocht: Red Bull liefert erneut „supergefährliche“ Stümperarbeit
Max Verstappen machte seinem Unmut nach dem Großen Preis von Großbritannien, bei dem technisches Versagen dominierte, lautstark Luft.
Von Kritische Hans van den Broekma - 2026-07-05T19:40:30.000Z - 2 Min. Lesezeit

Ach, der Große Preis von Großbritannien. Ein Rennen, das für Max Verstappen sechs Runden vor Schluss mit einem unfreiwilligen Ausflug in das Kiesbett von Stowe endete. Während andere um den Champagner kämpften, durfte sich unser dreifacher Weltmeister auf eine frühe Dusche freuen. Und das, obwohl er trotz des üblichen Red Bull-Dramas tatsächlich noch um das Podium kämpfte. Reife Leistung, mit einem Auto, das scheinbar mehr Zeit in der Box als auf der Strecke verbrachte, zumindest mental.
Aber gut, seien wir ehrlich: Gab es überhaupt einen Moment, in dem der Limburger nicht jammerte? Es begann mit einer „sublimen“ Abstimmungsbalance, die das Auto wie ein betrunkenes Lama auf der Kirmes tanzen ließ. Obendrauf kamen die charmanten, aber oh so überraschenden elektrischen Probleme. Und natürlich, als wäre das nicht genug, beschloss das Getriebe, ein Eigenleben zu führen. Ein wahres Meisterwerk der Zuverlässigkeit, wie es scheint.
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte – oder in diesem Fall das Auto im Kiesbett landen ließ – war natürlich wieder dieser Flügel. „Supergefährlich“, so wurde er genannt. Und das zu Recht! Denn wer hat schon Lust, bei 300 Kilometern pro Stunde zuzusehen, wie ein Stück Karbon seinen eigenen Weg geht? Es sieht so aus, als hätten die Ingenieure bei Red Bull ihre Weihnachtsgeschenke schon im Juli ausgepackt, wenn man bedenkt, wie viel Konzentration ihnen noch für die Feinheiten der Aerodynamik blieb.
Verstappens Frust im Anschluss? Völlig verständlich. Es grenzt an ein Wunder, dass er die Kommandobrücke wegen dieser anhaltenden Stümperarbeit nicht persönlich zur Rede gestellt hat. Schließlich hat er ein Abonnement auf Rennsiege, nicht auf das Testen der neuesten Kiesbett-Varianten. Vielleicht sollte man bei Red Bull in Erwägung ziehen, ein paar Klebeband-Spezialisten einzustellen – das würde wahrscheinlich ein paar Millionen an misslungenen Teilen sparen.