APEX RACEWIRE Redaktion
Norris kassiert 10 Startplätze Strafe in Spa nach Komponentenwechsel
McLaren hat den notwendigen Wechsel einer Schlüsselkomponente bei Lando Norris strategisch für den Großen Preis von Belgien terminiert, was zu einer Grid-Strafe von 10 Plätzen führt.
Von Michael de Vries - 2026-07-16T11:15:04.000Z - 2 Min. Lesezeit

Lando Norris erleidet vor dem Start des Großen Preises von Belgien einen schweren Dämpfer. Der McLaren-Pilot muss nach dem Qualifying zehn Startplätze nach hinten rücken, wie das Team bestätigte. Diese Strafe folgt auf den Einbau einer vierten „Power Electronics Unit“ – eines essenziellen Bestandteils des Batteriemoduls –, womit das für diese Saison erlaubte Kontingent überschritten wird.
Der Briten hatte in dieser Saison schon mehrfach mit Zuverlässigkeitsproblemen rund um diese Komponente zu kämpfen. So verpatzte ein Defekt seinen Start in China, und ein zweites Exemplar musste nach Problemen im freien Training in Japan und später in Monaco erneut zurückgezogen oder ersetzt werden. Eine Grid-Strafe lag daher schon seit längerer Zeit in der Luft.
McLaren hat den Wechsel bewusst für Spa-Francorchamps terminiert. Das Team argumentiert, dass das Überholen auf dem schnellen Ardennen-Kurse vergleichsweise gut machbar ist – im Gegensatz zu den kommenden Rennen in Ungarn und Zandvoort, wo eine bessere Ausgangsposition entscheidend ist. Mit der Installation einer neueren Spezifikation der Power Unit und Batterie, die zuvor bereits bei Mercedes und Teamkollege Piastri debütierte, hofft McLaren, für den Rest der Saison auf diesem Gebiet schadlos zu bleiben.
Die anhaltenden Probleme bedeuten einen weiteren Rückschlag in einer Saison, in der McLaren – im Vorjahr noch Weltmeister – Mühe hat, den Anschluss an die Spitze zu halten. Nach entsprechenden Upgrades der Konkurrenz ist das Team in der Hackordnung zurückgefallen. Immerhin bringt McLaren ein neues Heckflügel-Design nach Spa mit, das besser zu den Highspeed-Eigenschaften der Strecke passen soll.