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Red Bull sichert sich Mercedes-Talentsucher Lagrue für Nachwuchsprogramm

Nach elf Jahren bei Mercedes wechselt Top-Talentsucher Gwen Lagrue zu Red Bull, wo er ab 2027 das prestigeträchtige Junior-Programm leiten wird.

Von Michael de Vries - 2026-07-27T12:48:10.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Morio / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Red Bull hat die lang erwartete Ankunft von Gwen Lagrue offiziell bestätigt. Der erfahrene französische Talentsucher, zuvor eine Schlüsselfigur im Nachwuchsprogramm von Mercedes, wird ab 2027 der neue Direktor des Red Bull Junior Programmes. Diese strategische Entscheidung folgt auf frühere Gerüchte und ist ein bedeutender Schritt im F1-Paddock.

Lagrue tritt damit in die Fußstapfen von Helmut Marko, der Ende letzten Jahres nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze des Red Bull Junior-Programms in den Ruhestand ging. Seine Rolle ist entscheidend; das Programm gilt als Fundament des Erfolgs von Red Bull mit einem ununterbrochenen Talentstrom an die Spitze des Motorsports.

Bei Mercedes hat sich Lagrue eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz aufgebaut. Er spielte eine wesentliche Rolle bei der Entdeckung und Entwicklung von Fahrern wie George Russell, Esteban Ocon und Frederik Vesti. Seine jüngste Erfolgsgeschichte ist zweifellos Kimi Antonelli, der in seiner zweiten F1-Saison bereits mit fünf Siegen und sechs Pole-Positions in zehn Grands Prix an der Spitze der Meisterschaft steht.

Auch das Red Bull Junior Programme selbst kann auf eine reiche Geschichte erfolgreicher Fahrer zurückblicken. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel und der mehrfache Rennsieger Daniel Ricciardo sind dafür Beispiele. Zudem kamen auch der aktuelle Williams-Fahrer Alex Albon sowie Carlos Sainz über dieses Programm in die Formel 1, wobei Albon nach einem früheren Rauswurf für seine Rückkehr sogar persönliche Unterstützung von Lagrue erhielt.

Laurent Mekies, Teamchef von Red Bull, äußerte in einer Erklärung seine Begeisterung über die Ernennung. Er beschreibt Lagrue als „einen der allerbesten Talententwickler in der F1“ und lobt seine Expertise und Leidenschaft. Mekies dankte zudem Marko für dessen „außergewöhnlichen Beitrag“ und seine Fähigkeit, außergewöhnliche Talente zu identifizieren.

Lagrue selbst gab an, dass er nach elf unvergesslichen Jahren bei Mercedes bereit für eine neue Herausforderung war. Er erkennt das Red Bull Junior Programme als „eines der angesehensten und erfolgreichsten Programme im Motorsport“ an und sieht es als Ehre, die nächste Generation von Champions mitzugestalten und auf dem Erbe der letzten zwanzig Jahre aufzubauen.

Der Wechsel wurde durch eine Vereinbarung zwischen Mercedes und Red Bull ermöglicht, die Lagrue aus seinem aktuellen Vertrag als Berater für Fahrerentwicklung bei Mercedes entließ. Bei Mercedes wird seine Rolle durch eine interne Umstrukturierung besetzt, wobei Bradley Lord – bereits im Programm involviert – zuvor zum stellvertretenden Teamchef befördert wurde. Mercedes verfügt über ein Team von bis zu zehn Personen, die sich um die Nachwuchskategorien kümmern.

Mit Lagrue an Bord hofft Red Bull, die starke Tradition der Talententwicklung fortzusetzen und den Weg für zukünftige F1-Rennsieger und Weltmeister zu ebenen. Die Herausforderung besteht darin, die beeindruckende Reihe von Erfolgen aus der Vergangenheit zu erreichen und sogar zu übertreffen.

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