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'Schandfleck': Wolff wettert nach Blau-Flaggen-Chaos in Ungarn gegen 'Teletubbies'
Mercedes-Teamchef Toto Wolff sparte nach einem turbulenten Ungarn-GP nicht mit Kritik und warf Ingenieuren rivalisierender Teams vor, zu langsam auf blaue Flaggen reagiert zu haben.
Von Nadia van Leeuwen - 2026-07-26T15:55:51.000Z - 3 Min. Lesezeit

Der Große Preis von Ungarn hinterließ bei Mercedes-Teamchef Toto Wolff Frustration. Im Anschluss äußerte er seinen scharfen Unmut über die Art und Weise, wie einige konkurrierende Teams auf blaue Flaggen reagierten. Wolff bezeichnete die betreffenden Ingenieure als 'Teletubbies' und nannte ihre Passivität 'schandalös'. All dies spielte sich vor dem Hintergrund eines fehlerhaften Streckenposten-Systems ab, wodurch die Lichtpaneele entlang der Strecke ausfielen und Flaggen manuell gezeigt werden mussten.
Diese Situation sorgte für erhebliche Behinderungen, insbesondere für Andrea Kimi Antonelli. Der junge Pilot befand sich in der Aufholjagd auf Max Verstappen und spürte gleichzeitig den Druck von Teamkollege Lewis Hamilton im Rücken. Genau in diesem entscheidenden Moment geriet er in den Verkehr von Überrundeten, die nur langsam Platz machten.
Wolff fand dafür deutliche Worte. Er hielt es für 'schandalös', dass bestimmte Ingenieure an den Kommandoständen dieser Teams ihre Fahrer nicht darüber informierten, was sich hinter ihnen abspielte. Laut dem Mercedes-Teamchef war die passive Haltung dieser Teams eine direkte Ursache für die Verzögerungen und die Störung des Kampfes an der Spitze.
Bemerkenswerterweise war Mercedes nicht das einzige Team mit Behinderungen. Auch Max Verstappen, der zu einem anderen Zeitpunkt des Rennens auf Überrundete traf, äußerte seinen Unmut. Der Niederländer nannte die Situation 'unakzeptabel' sowie 'ridiculous' und fragte sich lautstark, was die anderen Fahrer da eigentlich trieben. Er deutete sogar an, dass eine Strafe für die Sünder angebracht wäre.
Die blauen Flaggen waren jedoch nicht die einzige Quelle der Unzufriedenheit für Wolff und sein Team. Mit dem Gesamtergebnis des Rennens war der Teamchef 'nicht glücklich'. Antonelli konnte sich zwar den dritten Platz sichern, doch Teamkollege George Russell beendete das Rennen nach einem schweren Verlauf als Siebter.
Russells Rennen war bereits direkt nach dem Start eine Enttäuschung. Ein Motorproblem veranlasste seinen Rückfall im Feld, sodass er seinen Kampf schon früh im Rennen mit einem Rückstand aufnehmen musste. Wolff räumte ein, dass beim Start von Russell ein Fehler gemacht wurde, und nannte es 'unakzeptabel' und 'nicht gut genug' für das Team.
Russell selbst bestätigte seine Machtlosigkeit beim Start. 'Ich konnte leider nichts dagegen tun', sagte er und beschrieb, wie der Motor unregelmäßig tourte. Der Pilot fügte hinzu, dass dieser Vorfall 'auf die Liste der Dinge gesetzt werden kann, die in der ersten Jahreshälfte passiert sind', und hoffte auf mehr Ruhe in der zweiten Saisonhälfte.
Alles in allem erlebte Mercedes in Ungarn ein Rennen voller Rückschläge – von externen Faktoren wie einem versagenden Marshalsystem und der daraus resultierenden Frustration über Überrundete bis hin zu internen Problemen, die die Leistung von George Russell beeinträchtigten. Dies führte zu einer angespannten Atmosphäre und deutlicher Kritik vom Kommandostand.