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Der Große Preis von Großbritannien: Ein Meisterwerk der Enttäuschung

Zirkus Formel 1 verließ Silverstone mit einem Finish hinter dem Safety Car, was die Geduld vieler Fans auf eine harte Probe stellte und für gellende Buhrufe sorgte.

Von Kritische Hans van den Broekma - 2026-07-07T14:15:50.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Richard Mushet / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Nun, liebe Rennsportfreunde, wer dachte, die Formel 1 könne uns nicht mehr überraschen, hat gestern Abend beim Großen Preis von Großbritannien vermutlich mit offenem Mund – und einem kräftigen Schulterzucken – zugesehen. Ein dramatisches Rennspektakel, das unter dem allzu bekannten Safety Car endete; man könnte fast meinen, es handele sich um eine neue Marketingstrategie, um das Publikum an seine Grenzen zu bringen.

Der Vorhang fiel nicht mit einem atemberaubenden Zielsprint, sondern mit den obligatorischen gelben Flaggen nach einem Crash von niemand geringerem als Max Verstappen. Sechs Runden vor Schluss fand unser aller Stolz die Mauer bei Stowe. Und während wir seinem Ego eine rasche Erholung wünschen, war dies das Signal für die Rennleitung, den Zuschauern noch eine letzte Lektion in Geduld zu erteilen.

Nachdem der Red Bull von der Strecke geschleppt worden war – ein Vorgang, der bekanntlich stets überraschend viel Zeit in Anspruch nimmt – folgte das Standardprotokoll: Überrundete Fahrzeuge durften sich zurückrunden. Eine völlig logische Prozedur, es sei denn natürlich, man zöge ein spannendes Rennfinale einer Parade langsam fahrender Boliden vor. Die Zuschauer in Silverstone hatten definitiv genug, wie die ohrenbetäubenden Buhrufe bewiesen, die durch die Mikrofone schnitten.

Und so, meine Damen und Herren, schließen wir ein weiteres Kapitel im großen Buch des Formel-1-Reglements, das offenbar niemals endgültig zugeschlagen wird. Müssen die Safety-Car-Regeln nun angepasst werden? Das klingt nach einer rhetorischen Frage, denn jedes Jahr sitzen wir scheinbar erneut am Diskussionstisch über Verfahren, die dem Sport – ob absichtlich oder nicht – seinen Glanz rauben. Aber ach, was solls, immerhin sprechen wir darüber!

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