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Die Last der Krone: Norris „frustriert“, während Leclerc und Russell feiern

Während der Formel-1-Zirkus weiterzieht, ist nicht alles Champagner und Lorbeerkränze; wie die jüngsten GPs zeigen, kann selbst ein Weltmeister seinen Glanz verlieren.

Von Kritische Hans van den Broekma - 2026-07-05T19:00:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Wikimedia Commons contributor / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Oh, wie wunderbar unvorhersehbar ist doch diese Formel 1! Nach einem Wochenende voller britischer Grandeur in Silverstone, wo uns Charles Leclerc wieder einmal zeigte, was echtes Rennen fahren bedeutet, dürfen wir auch George Russell nicht vergessen. Der Bursche holte sich in Österreich den Sieg und brachte seine Titelambitionen wieder sauber auf Kurs. Applaus, meine Herren! Es beweist einmal mehr, dass der Sport lebendig ist, selbst wenn die Spitze der Wertung manchmal etwas… vorhersehbar wirkt.

Doch inmitten all dieses Siegesjubels gibt es eine Person, die die „Freude“ an ihrem Weltmeistertitel in dieser Saison vielleicht kurzzeitig verloren hat: unser eigener Lando Norris. Jawohl, der amtierende Weltmeister höchstpersönlich. Anscheinend ist das Tragen dieses goldenen Lorbeerkranzes doch schwerer als gedacht, denn der arme Junge aus Großbritannien gab zu, über seine bisherige Saison ziemlich frustriert zu sein. Ein jammernder Champion? Das muss wohl ein Novum sein!

Die Frage des Journalisten Andrew Benson vor Norris' Heimrennen in Silverstone, wie „frustrierend“ die Saison schon sei, war offenbar mehr als berechtigt. Während Leclerc und Russell ihre Ruhmesmomente genießen und wir uns sogar noch an den Triumph von Lewis Hamilton in Barcelona für Ferrari erinnern können – ja, Hamilton bei Ferrari, daran muss man sich immer noch gewöhnen – scheint Norris mit den hohen Erwartungen zu kämpfen. Der arme Lando. Es muss wohl furchtbar sein, als Weltmeister nicht jedes Wochenende zu dominieren, nicht wahr?

Während sich also die Podcast-Runden der BBC über taktische Patzer und „epische Duelle“ in Kanada den Kopf zerbrechen, ist es der mentale Kampf von Norris, der die meisten Köpfe schütteln lässt, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Vielleicht sollte ihm jemand sagen, dass es in der Formel 1 nicht nur ums Gewinnen geht, sondern auch darum, das Publikum zu unterhalten, selbst wenn das bedeutet, ab und zu so zu tun, als hätte man Spaß. Oder wer weiß, vielleicht bringt ein bisschen gesunde Frustration den Champion wieder auf Trab. Könnte ein Weltmeister am Ende doch noch überraschen? Ich werde jedenfalls nicht den Atem anhalten.

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