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Ungarn-GP: Spannung steigt bei Mercedes, Verstappen und Aston Martin

Mit dem Grossen Preis von Ungarn nähert sich die Formel 1 der Saisonhalbzeit, was zu wachsendem Druck und Spekulationen im Fahrerlager führt.

Von Michael de Vries - 2026-07-23T13:41:19.000Z - 3 Min. Lesezeit

Der Formel-1-Tross macht dieses Wochenende am Hungaroring Station, wo der Grosse Preis von Ungarn als symbolische Halbzeit der Saison fungiert. Andrea Kimi Antonelli hat sich einen beachtlichen Vorsprung erarbeitet und führt das Klassement souverän an. Was auch immer in Ungarn passiert, er wird als Spitzenreiter in die Sommerpause gehen und zwingt seine Konkurrenten damit in der zweiten Saisonhälfte zu einer Aufholjagd.

Für George Russell bietet das Rennen in Ungarn die Chance zur Wiedergutmachung. Sein aggressives Manöver in Les Combes beim vergangenen Grand Prix in Spa endete in einer Enttäuschung und bremste seinen jüngsten Aufwärtstrend abrupt ab. Die Frustration über den mangelnden Topspeed seines Fahrzeugs war ein offensichtlicher Faktor bei dem misslungenen Versuch. Obwohl die Kurvenlandschaft des Hungarorings weniger Geraden aufweist, bleibt die Frage offen, ob Mercedes seinen Fahrern derzeit angesichts der komplexen Natur der aktuellen Antriebe gleichwertiges Material zur Verfügung stellen kann.

Unterdessen wächst der Unmut der Fahrer über die Motorblöcke von 2026 rasch an. Die jüngsten Rennen auf kultigen Strecken wie Silverstone und Spa legten die Schwachstellen schmerzhaft offen; die Fahrzeuge wirkten zahm und stießen selten an die Grenze ihrer Haftung, deutlich gehemmt durch fehlende Leistung. Oscar Piastri, ein Fahrer, der sich nur selten mit öffentlicher Kritik hervortut, fasste den Zustand des Formel-1-Rennsports im Jahr 2026 treffend als 'wertlos' zusammen. Der Hungaroring könnte diese Mängel aufgrund seiner Charakteristik womöglich etwas kaschieren, doch die Kritik der Piloten nimmt weiter zu.

Während die Motorendebatte anhält, rechnet sich Ferrari in Ungarn Chancen aus. Nach den ultraschnellen Kurven von Spa-Francorchamps vermutet man bei der Scuderia, dass der engere Kurs des Hungarorings besser zu den Stärken des SF-26 passt. Die Strecke hat zudem eine besondere Bedeutung für Lewis Hamilton, der dort bereits neun Siege feiern konnte und zweifellos auf seinen zehnten Erfolg schielt.

Auch die Zukunft von Max Verstappen bleibt ein heisses Thema. Obwohl er Spekulationen über einen möglichen Wechsel kürzlich entschieden zurückgewiesen hat, bleibt die Gerüchteküche rund um seinen Red Bull-Vertrag brodelnd. Wie schon im Vorjahr wird gemunkelt, dass er seine Vereinbarung auflösen könnte, wenn er nicht an der Spitze der Meisterschaft mitfährt. Unabhängig vom Ergebnis dieses Wochenendes wird er auf keinen Fall höher als auf Rang fünf in die Sommerpause gehen. Ein Abgang Verstappens würde Schockwellen über den Fahrermarkt senden, und obwohl er entsprechende Andeutungen dementiert, sind seine Konkurrenten hochgradig aufmerksam.

Für Aston Martin könnte der Grosse Preis von Ungarn womöglich der Startschuss für einen Neuanfang sein. Das Team, von vielen als eine der Überraschungen des Jahres 2026 gehandelt, erlebte bisher eine äusserst enttäuschende Saison, was vor allem an schweren Problemen mit der Honda-Antriebseinheit in den ersten Monaten lag. In Spa war der schnellste Aston Martin sogar mehr als zwei Sekunden langsamer als der Rest des Feldes. Nun steht unmittelbar vor der Sommerpause die Einführung ihres ersten signifikanten Upgrades an. Die Erwartungen sind verständlicherweise hoch, doch selbst eine Verbesserung von mehr als einer Sekunde dürfte kaum reichen, um den Einzug in Q2 zu schaffen. Es bleibt die Frage, wie gross der Fortschritt für Fernando Alonso und Lance Stroll an diesem Wochenende realistischerweise ausfallen kann.

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