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Russell erobert Pole in Osterreich; Gelbe Flaggen sorgen fur Diskussionen

George Russell setzte in den letzten Sekunden des Qualifyings die Bestzeit, tat dies jedoch unter umstrittenen gelben Flaggen nach einem Crash von Max Verstappen.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-06-27T15:27:33.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Wikimedia Commons contributor / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Das Qualifying zum Großen Preis von Österreich endete in einer turbulenten Atmosphäre, als George Russell in der absoluten Schlussphase eine überraschende Pole-Position eroberte. Dem Mercedes-Pilot gelang es, Charles Leclerc und seinen Teamkollegen Lewis Hamilton zu schlagen, allerdings wurde seine entscheidende Runde durch einen Crash von Max Verstappen überschattet, der die Strecke mit gelben Flaggen überzog.

Unmittelbar im Anschluss entbrannte eine Diskussion über die Auslegung dieser gelben Flaggen. Russell selbst erklärte, er habe ausreichend verlangsamt und nur eine einzelne gelbe Flagge gesehen, während die offizielle Mitteilung der Rennleitung von einer doppelten gelben Flagge bei der Anfahrt auf Kurve 9 sprach. Die FIA stellte später klar: Zunächst wurde eine einfache gelbe Flagge gezeigt, die kurz darauf auf eine doppelte hochgestuft wurde – genau in dem Moment, als Russell und Teamkollege Kimi Antonelli die Stelle passierten.

Russell betonte, dass er vor der Kurve "deutlich vom Gas gegangen" sei und seinen Vorsprung trotz der Warnung behaupten konnte. Hinter ihm traf Teamkollege Antonelli, der sich dicht hinter Verstappen befand, eine völlig andere Entscheidung. Er deutete die Situation als doppelte gelbe Flagge und brach seine Runde komplett ab, was ihn einen potenziellen Startplatz in der ersten Reihe kostete – eine Fehlkalkulation, wie der junge Fahrer später selbst einräumte.

Verstappen selbst crashte hart in der schnellen, bergab führenden Rechtskurve, verlor die Kontrolle und landete in der Leitschwelle. Dennoch behielt der Niederländer dank seiner zuvor gesetzten Zeit den fünften Startplatz. Ferraris Leclerc und Hamilton, die ihre Runs früher in der Session beendet hatten, schienen auf dem Weg in die erste Startreihe zu sein, ehe Russells kontroverser letzter Versuch alles veränderte.

Hamilton, dem zuvor in Q3 ein Bremsfehler unterlaufen war, belegte den dritten Platz knapp hinter Leclerc. Lando Norris und Oscar Piastri von McLaren folgten auf den Rängen sechs und sieben, während Isack Hadjar, Liam Lawson und Arvid Lindblad die Top Zehn komplettierten.

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