APEX RACEWIRE Redaktion
Neuer Honda-Motor für Aston Martin feiert Debüt beim Filmtag
Nach jüngsten Chassis-Updates macht Aston Martin den nächsten Schritt für 2026: Ein entscheidendes Honda-Motor-Upgrade wird bei einem Filmtag in Ungarn getestet.
Von Ruben Smit - 2026-07-26T16:11:28.000Z - 2 Min. Lesezeit

Aston Martin und Honda machen einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung ihres Pakets für 2026. Am kommenden Mittwoch absolviert der neueste Formel-1-Motor von Honda, der für Aston Martin bestimmt ist, seine allerersten Meter auf der Rennstrecke. Diese Premiere findet im Rahmen eines sogenannten Filmtags auf dem Hungaroring in Ungarn statt.
Der Einsatz des neuen Motors folgt auf eine Reihe substanzieller Chassis-Upgrades, die Aston Martin für den Großen Preis von Ungarn eingeführt hatte. Diese Anpassungen schienen sich sofort auszuzahlen: Fernando Alonso erreichte Q2 und qualifizierte sich als Sechzehnter – die beste Startposition des Teams in dieser Saison. Im Rennen belegten Lance Stroll und Alonso die Plätze 13 und 14 und ließen damit einige Fahrzeuge von Alpine, Haas und Williams hinter sich.
Mike Krack, Leiter der technischen Operationen von Aston Martin an der Rennstrecke, bestätigte, dass der gezeigte Fortschritt den Erwartungen des Teams entsprach. „Wir wollten wieder mitmischen“, sagte er in Anspielung auf die Phase, in der das Team oft vom Rest des Feldes abgeschnitten war. Hondas Einsatzleiter Shintaro Orihara bekräftigte dies und bestätigte, dass der Filmtag eine hervorragende Gelegenheit bietet, das Zusammenspiel des neuen Motors mit dem Chassis zu bewerten.
Bei einem solchen Filmtag ist das Team auf eine Distanz von 200 Kilometern beschränkt und muss spezielle Demonstrationsreifen verwenden. Orihara hob die Bedeutung dieses Motor-Updates für die weitere Entwicklung hervor. Nachdem das Chassis nun gut funktioniert, ist die Einführung des neuen Triebwerks in Zandvoort entscheidend, um Rundenzeit zu gewinnen und die Lücke zur Konkurrenz zu schließen.
Zu Beginn der Saison hatte die Kombination aus Aston Martin und Honda mit hartnäckigen Motorvibrationen zu kämpfen. Obwohl die Teams angaben, dass die Probleme am Freitag in Ungarn anderer Natur waren, traten diese Vibrationen kurzzeitig wieder auf. Fernando Alonso erklärte, dass diese nach einem Motorenwechsel vor dem Samstag „vollständig gelöst“ waren, was vermuten ließ, dass der alte Motor womöglich „am Ende seiner Lebensdauer“ war.
Angesprochen auf die Bedeutung der Fortschritte von Honda im Vergleich zur Chassis-Entwicklung reagierte Alonso mit einem Lächeln: „Das baut etwas Druck auf, nicht wahr?“ Er betonte jedoch umgehend den gemeinsamen Ansatz der Partnerschaft. Beide Seiten arbeiten eng zusammen, um die Schwächen des jeweils anderen anzugehen.
Zu Beginn versuchte Honda, die Schwachstellen des Autos zu beheben; nun versucht die Chassis-Abteilung ihrerseits, Honda so gut wie mogelijk zu unterstützen. Alonso räumt ein, dass der Weg noch lang ist. Dennoch hofft er, dass dieser Schritt das gegenseitige Vertrauen und den Glauben an die Arbeit des jeweils anderen in den beiden Werken stärken wird.