APEX RACEWIRE Redaktion
Newey: „Aston Martin hat den Fahrern nicht richtig zugehört“
Adrian Newey hat offen eingeräumt, dass Aston Martin Fernando Alonso und Lance Stroll zu wenig in die Fahrzeugentwicklung einbezogen hat, was zu Frustration bei den Fahrern und enttäuschenden Leistungen führte.
Von Nadia van Leeuwen - 2026-07-12T07:23:11.000Z - 2 Min. Lesezeit

Aston-Martin-Chef Adrian Newey hat offen zugegeben, dass das Team im Jahr 2026 bei der Kommunikation mit seinen Fahrern Fernando Alonso und Lance Stroll versagt hat. Die sportlichen Leistungen der Mannschaft sprechen Bände; die Kombination aus Aston Martin und Honda gilt als die langsamste im Feld und holte in neun Rennen lediglich einen einzigen Punkt.
Insbesondere der zweimalige Weltmeister Alonso äußerte seinen Unmut über das Ausbleiben schrittweiser Verbesserungen. Das Team entschied sich dafür, Upgrades zu verschieben – teils aufgrund von Budgetobergrenzen, teils wegen eines zuvor überstürzten Entwicklungszeitplans für den Boliden von 2026. Dies bedeutete, dass die Konkurrenz davonziehen konnte; eine „schmerzhafte, aber notwendige“ Entscheidung, so Newey.
Newey räumt ein, dass es für seine Fahrer „extrem frustrierend“ gewesen sein muss, nicht konkurrenzfähig fahren zu können. Er sieht sich nun veranlasst, ausführlich mit Alonso und Stroll über die geplanten Upgrades und den Weg in Richtung 2027 zu sprechen. „Wenn Menschen das Gefühl haben, dass man ihnen nicht zuhört, werden sie frustriert; das ist eine menschliche Reaktion“, stellte er fest und wies auf einen möglichen Mangel an Zeit hin, die das Personal mit den Fahrern verbrachte.
Es keimt jedoch Hoffnung am Horizont. Ein einschneidendes aerodynamisches Update für den Aston Martin, das das Auto zudem leichter machen soll – dem Vernehmen nach ist der Bolide derzeit 10–15 kg zu schwer –, ist für den Großen Preis von Ungarn geplant. Eine zweite Phase dieser Updates folgt in Zandvoort, wo Honda zugleich ihr einziges Motoren-Upgrade der Saison einführt.
Das Aufschieben der Entwicklung in der ersten Saisonhälfte war Newey zufolge ein strategischer Schritt, um die Organisation intern zu stärken und ein besseres Fundament für die Zukunft zu legen. Er hofft, dass die aktuellen Probleme, die von Leistungs- und Zuverlässigkeitsschwierigkeiten geprägt sind, bald eine „ferne, schmerzhafte Erinnerung“ werden.