APEX RACEWIRE Redaktion
Bahrain drängt auf Nachholrennen, aber regionale Spannungen steigen
Die Hoffnung auf einen Platz im Formel-1-Kalender 2026 lebt in Bahrain weiter, obwohl ein mögliches Nachholrennen auf logistische Hürden und aufflammende Spannungen im Nahen Osten stößt.
Von Sanne Vermeer - 2026-07-10T06:18:51.000Z - 2 Min. Lesezeit

Der Traum, die Formel 1 noch in diesem Jahr zu empfangen, ist in Bahrain nach wie vor lebendig. Trotz einer früheren Absage des Rennens lobbyiert die lokale Regierung weiterhin aktiv für einen Platz im dicht gedrängten Kalender, bevor die Saison zu Ende geht.
Der ursprüngliche Grand Prix im April wurde nach dem Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abgesagt. Diese Konflikte, die auch Verbündete in der Region trafen, führten damals zur Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien. Nun wird der 4. Oktober als mögliches neues Datum ins Spiel gebracht, was die Teams jedoch mit einer Abfolge von drei Rennen in Aserbaidschan, Bahrain und Singapur konfrontieren würde und möglicherweise die geschützte Sommerpause gefährdet.
Gerade in dieser Woche sieht Bahrain seine Ambitionen erneut erschwert, da sich die Lage im Nahen Osten verschlechtert. Nach einer jüngsten Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten haben die USA und der Iran erneut Angriffe ausgetauscht. Auch der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, der gerade wieder in Schwung kam, hat sich in der Zwischenzeit wieder verringert.
Diese erneute Unruhe wirft einen Schatten auf die Machbarkeit eines Nachholrennens. Darüber hinaus wirft die Situation Fragen zu den letzten beiden Grands Prix der Saison in Katar und Abu Dhabi auf. Formel-1-CEO Stefano Domenicali gab bereits vor zwei Monaten an, dass die Organisation eine 'alternative Option' in der Hinterhand habe, sollten diese Rennen nicht stattfinden können.