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Red Bull verpflichtet Mercedes-Toptalentscout als Marko-Nachfolger

Red Bull hat auf dem Personalmarkt einen wichtigen Coup gelandet und Gwen Lagrue, den erfolgreichen Talentjäger von Mercedes, für die Leitung seines Juniorprogramms verpflichtet.

Von Michael de Vries - 2026-07-20T09:36:01.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Morio / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Red Bull hat im Kampf um Talente einen bemerkenswerten Schritt vollzogen und Gwen Lagrue, den geschätzten Talentscout des Konkurrenten Mercedes, verpflichtet. Der Franzose wird voraussichtlich die Leitung des Red Bull-Juniorprogramms übernehmen – eine Position, die zuvor viele Verantwortungsbereiche des aufgehörten Motorsportberaters Helmut Marko umfasste.

Lagrue spielte über ein Jahrzehnt hinweg eine Schlüsselrolle bei Mercedes. Er gilt als der Entdecker von Formule 1-Aushängeschild Kimi Antonelli und war mitverantwortlich für die Begleitung verschiedener Fahrer, darunter George Russell, auf ihrem Weg an die Spitze des Motorsports.

Innerhalb des Red Bull-Teams wird sich Lagrue auf die Weiterentwicklung junger Fahrertalente konzentrieren. Seine Verpflichtung unterstreicht die Ambition von Teamchef Laurent Mekies, die Organisation in entscheidenden Bereichen langfristig zu stärken und das Fundament für zukünftige Erfolge zu legen.

Obwohl Lagrues Wechsel bereits feststeht, muss ein endgültiges Datum für seinen Abschied von Mercedes erst noch vereinbart werden. Die Teams führen derzeit Gespräche über einen reibungslosen Übergang. Mercedes steht dadurch vor der Herausforderung, einen Nachfolger für die erfolgreiche Leitung des eigenen Nachwuchsprogramms zu finden, wobei Bradley Lord, kürzlich zum stellvertretenden Teamchef ernannt, als möglicher Kandidat gilt.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigte nach dem Großen Preis von Belgien die Gespräche mit Lagrue, betonte jedoch, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden seien. Er lobte Lagrues Einsatz beim Aufbau eines starken Teams für das Juniorprogramm. Red Bull selbst hat sich noch nicht offiziell zu der Neuverpflichtung geäußert.

Die Ankunft von Lagrue wird bei Red Bull als strategisches Signal gewertet. Sie zeigt, dass das Team trotz einiger jüngster Abgänge prominenter Persönlichkeiten wie Max Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase und der Unsicherheit um Chefingenieur Paul Monaghan nach wie vor eine große Anziehungskraft auf Toptalente aus dem Formule 1-Paddock ausübt.

Dieser hochkarätige Neuzugang dient auch dazu, dem Eindruck entgegenzuwirken, Red Bull verliere lediglich Personal. Es ist ein deutliches Zeichen für das Vertrauen angesehener Paddock-Größen in eine starke Zukunft des Teams und womöglich ein Anreiz für weiteres Führungspersonal, das Projekt in Betracht zu ziehen.

Die langjährige Beziehung zwischen Lagrue und Laurent Mekies, der nun seit gut einem Jahr die volle Leitung bei Red Bull innehat und aktiv an der Verstärkung der Organisation arbeitet, spielt hierbei eine Rolle. Mekies sucht gezielt nach den richtigen Köpfen mit der richtigen Einstellung, um das Team weiter voranzubringen, und Lagrue passt perfekt in dieses Anforderungsprofil.

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