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Hamilton: „Ferrari fühlte sich nicht mehr gleich an“ nach Spa-Crash

Nach einem heftigen Unfall im 3. Training in Spa-Francorchamps kämpfte Lewis Hamilton im Qualifying mit dem Gefühl in seinem Ferrari, obwohl der Rückstand auf Teamkollege Leclerc minimal war.

Von Lesley Bakker - 2026-07-19T07:08:06.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Lukas Raich / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Das Qualifying zum Großen Preis von Belgien zeigte zwei Ferraris auf den Startplätzen fünf und sechs. Ein Ergebnis, das auf dem Papier für das Team aus Maranello auf der Rennstrecke von Spa-Francorchamps wohl als logischer Ausgang betrachtet werden kann. Für Lewis Hamilton steckte hinter seinem sechsten Platz jedoch mehr.

Der Briten-Pilot, der nur knapp zwei Tausendstelsekunden langsamer war als sein Teamkollege Charles Leclerc, blickte auf eine bewegte Vorbereitung auf das Qualifying zurück. Sein Wochenende wurde durch einen Unfall im dritten freien Training am Ausgang der Fagnes-Kurve gestört.

Obwohl der Schaden offenbar schnell behoben werden konnte, um rechtzeitig zu Beginn des Qualifyings am Start zu stehen, klang der Nachhall des Zwischenfalls weiter nach. Hamilton teilte im Anschluss seine persönliche Erfahrung mit dem Auto, das sich für ihn deutlich verändert hatte.

Laut dem siebenfachen Weltmeister war das Gefühl in seinem Ferrari nach dem Zusammenstoß „nicht mehr dasselbe“. Diese Bemerkung gewährt Einblick in die subtile, aber entscheidende Rolle, die die Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug selbst nach scheinbar erfolgreichen Reparaturen spielt.

Was Außenstehende vielleicht als eine geschickte Leistung der Schadensbegrenzung ansehen konnten – nach einem solchen Aufprall so nah an Leclerc zu landen –, wurde von Hamilton selbst anders wahrgenommen. Er sah darin keineswegs nur eine gelungene Wiederherstellung der Situation.

Es zeigt, dass Spitzenfahrer wie Hamilton ein extrem feines Gespür für die Nuancen ihres Boliden besitzen. Selbst die kleinste Störung in der Balance oder der Rückmeldung kann den Unterschied darin ausmachen, wie sich ein Fahrer am Steuer fühlt und das Letzte aus dem Auto herausholt.

Trotz des subjektiven Empfindens des Briten lassen die Zahlen auf den ersten Blick kein großes Problem erkennen. Der geringe Abstand zu seinem Teamkollegen Leclerc, der sich den fünften Platz sicherte, deutet darauf hin, dass Hamilton seinen Wagen nach wie vor ans Limit trieb.

Dennoch bleibt es ein faszinierender Gedanke: Wie anders hätte das Qualifying verlaufen können, wenn Hamilton die Session ohne den Crash hätte in Angriff nehmen können? Seine Worte werfen einen Blick auf die mentalen und physischen Herausforderungen, die mit einem solchen Rückschlag in der Formel 1 einhergehen.

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