APEX RACEWIRE Redaktion

Der 'Macarena'-Flügel: Tanzen Red Bull und Ferrari am Rande der Sicherheit?

Nach zwei spektakulären Unfällen von Max Verstappen, der die Lage als 'super gefährlich' bezeichnete, ist die FIA endlich aufgewacht und prüft die revolutionären Heckflügel von Red Bull und Ferrari.

Von Kritische Hans van den Broekma - 2026-07-07T15:42:20.000Z - 2 Min. Lesezeit

Oh, was für eine Überraschung! Nach Monaten ungestörten Tanzens auf der Strecke mit ihren ausgeklügelten 'Macarena'-Heckflügeln steht nun plötzlich eine vollwertige Sicherheitsuntersuchung auf dem Programm. Anscheinend reichten zwei spektakuläre Pirouetten von Weltmeister Max Verstappen in Österreich und Silverstone aus, um die wachsamen Herrschaften der FIA zu alarmieren. Wer hätte das gedacht?

Max selbst, stets die Höflichkeit in Person, machte seinem Ärger nach seinem britischen Abenteuer über den Boxenfunk Luft. 'Super gefährlich!' und 'Ich habe es absolut satt!' schallten über die Rennstrecken. Und wer könnte es ihm verübeln? Zweimal wegen eines zickenden Heckflügels unkontrolliert ins Kiesbett geschleudert zu werden, ist selbst für einen Glückspilz wie Max etwas zu viel des Guten. Und das zu Recht, schließlich hat man nur einen Hals, nicht wahr?

Bei Red Bull scheint man den Ernst der Lage – nun da die FIA hinschaut – endlich einzusehen. Teamchef Laurent Mekies gelobte feierlich, 'nichts unversucht zu lassen', und schließt nicht einmal aus, auf den konventionellen Flügel zurückzugreifen, den sie früher in dieser Saison nutzten. Eine wohlüberlegte Entscheidung, wie es scheint – wird Sicherheit doch naturgemäß erst dann zur echten Priorität, wenn sich die hohen Herren einschalten.

Diese wundersamen Flügel, die sich auf den Geraden in einer fließenden Bewegung um etwa 225 Grad umklappen (bei Ferrari, Sie lesen richtig), versprechen fantastisch geringen Luftwiderstand. Ein genialer Kniff der Ingenieure, zweifellos. Schade nur, dass die perfekte Umsetzung offenbar schwieriger ist als das Ausdenken. Und während Red Bull in Schwierigkeiten steckt, dreht Ferrari mit einem vergleichbaren Konzept munter und ohne Zwischenfälle seine Runden. Zufall? Oder liegt es doch an der Ausführung?

Die FIA, die stets betont, dass Sicherheit an erster Stelle steht, hat nun die Gelegenheit, wirklich durchzugreifen. Sie könnte zusätzliche mechanische Sicherheitsvorkehrungen fordern, das Verhalten der Flügel anpassen oder im drastischsten Fall das gesamte Konzept in den Papierkorb werfen. Und da andere Teams wie McLaren bereits beim Gedanken an einen solchen Low-Drag-Flügel das Wasser im Mund zusammenläuft, könnte dies durchaus einen Präzedenzfall für die Zukunft schaffen. Der 'Macarena' könnte damit endgültig austanzt haben.

Schließlich wird es erst dann richtig ernst, wenn der Weltmeister sich persönlich beschwert und die Regelhüter sich zum Handeln gezwungen sehen. Hoffen wir, dass diese Untersuchung endlich die nötigen Antworten liefert, damit sich die Fahrer wieder aufs Rennen konzentrieren können, anstatt zu raten, ob ihr Heckflügel die nächste Kurve übersteht. Denn mal ehrlich: Ein Formel-1-Rennen ist viel spannender, wenn die Action auf der Strecke stattfindet und nicht daneben.

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