APEX RACEWIRE Redaktion
Hungaroring-Asphalt in der Kritik: „Sie haben ein Chaos angerichtet“
Der Asphalt des Hungarorings steht bei den Formel-1-Fahrern schwer in der Kritik; sie verurteilen den Zustand der Strecke scharf.
Von Hans van den Broekma - 2026-07-26T12:39:35.000Z - 2 Min. Lesezeit

Der Hungaroring, ein Kurs, der oft als „Monaco ohne Mauern“ beschrieben wird, ist für Formel-1-Fahrer gewöhnlich eine knifflige, aber geschätzte Herausforderung. Diesmal wird der Vorlauf zum Rennwochenende jedoch von wenig schmeichelhaften Tönen über den Zustand der Fahrbahn dominiert. Etliche Fahrer zeigen sich von dem, was sie dort erwartet, alles andere als beeindruckt.
Die Kritik fällt überaus deutlich aus. Sowohl hinter verschlossenen Paddock-Türen als auch ganz offen lassen die Piloten durchblicken, dass die jüngsten Anpassungen oder Wartungsarbeiten am Asphalt keineswegs gelungen sind. Eine der prägnantesten Zusammenfassungen lautet gar: „Sie haben ein Chaos angerichtet.“ Dieses ungeschönte Urteil lässt wenig Raum für Interpretation.
Eine solche Aussage deutet in der Regel auf Unregelmäßigkeiten hin, die das Fahrgefühl direkt beeinträchtigen. Dazu gehören unvorhersehbare Gripverhältnisse, Bodenwellen oder mangelnde Konstanz über den gesamten Streckenverlauf. Für Fahrer, die im Millimeterbereich agieren, ist das keine Kleinigkeit, sondern ein fundamentales Problem, das die Fahrzeugkontrolle erschwert und das Fahren frustrierend macht.
Derartige Schwierigkeiten können die Vorbereitung auf einen Grand Prix erheblich verkomplizieren. Die Teams sehen sich gezwungen, ihre Setups an einen Untergrund anzupassen, der womöglich nicht den hohen Standards einer Top-Rennstrecke entspricht. Zudem kann dies unerwartete Aufgaben beim Reifenverschleiß und -verhalten mit sich bringen, was die Strategie ungewollt anfällig macht.
Es ist bemerkenswert, dass eine Formel-1-Strecke derart harte Kritik einstecken muss, insbesondere angesichts der Investitionen, die gewöhnlich mit der Ausrichtung eines Grand Prix verbunden sind. Es stellt sich daher die Frage, wer für die Qualitätskontrolle des Asphalts verantwortlich ist. Die Fahrer erwarten schlicht einen sicheren und fairen Belag, um ihren Sport auf Höchstniveau auszuüben.
Der Blick wird am kommenden Wochenende somit nicht nur auf das Geschehen auf der Strecke gerichtet sein, sondern auch auf die Reaktionen der Fahrer nach den ersten Metern auf dem neuen Belag. Diese offene Unzufriedenheit verspricht in jedem Fall zusätzlichen Gesprächsstoff im Paddock. Es bleibt abzuwarten, ob die Kritik im Laufe des Wochenendes verstummt oder sich weiter verschärft.