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Leclerc dämpft Erwartungen trotz starkem Ferrari-Auftakt in Ungarn

Ferrari zeigte im freien Training zum Großen Preis von Ungarn einen unerwartet starken Auftakt, doch Charles Leclerc warnt vor Überoptimismus.

Von Michael de Vries - 2026-07-24T18:46:18.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: emperornie / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Auf dem holprigen und oft tückischen Hungaroring erlebte Ferrari am Freitag eine der überzeugendsten Anfangsphasen eines Rennwochenendes seit Langem. Der Wind spielte eine wichtige Rolle und machte die Bedingungen für die Fahrer in den ersten freien Trainings zum Großen Preis von Ungarn besonders herausfordernd. Dennoch schienen die roten Boliden außergewöhnlich gut damit zurechtzukommen.

Im zweiten freien Training erzielte Lewis Hamilton die Schnellstzeit, doch direkt dahinter folgte Charles Leclerc mit nur 0,148 Sekunden Rückstand. Noch wichtiger war der scheinbare Vorsprung von Ferrari auf die Konkurrenz; so lagen sie etwa eine halbe Sekunde vor dem McLaren von Lando Norris. Dies machte manchem Tifoso Hoffnung für den weiteren Verlauf des Wochenendes.

Dennoch bleibt Leclerc selbst realistisch bezüglich der Chancen für das Qualifying am Samstag. Obwohl er einräumt, dass der Freitag eine starke Leistung des Teams war, erwartet er nicht, dass die deutlichen Abstände aus den freien Trainings bestand haben werden, wenn es darauf ankommt. Der Monegasse dämpft die Stimmung und blickt vorsichtig voraus.

„Ich erwarte nicht, dass wir den Vorsprung von heute im Qualifying haben werden“, erklärte Leclerc im Anschluss an die Sessions. Er deutete damit auf ein mögliches Zusammenrücken des Feldes hin, wenn die Teams ihre Abstimmungen weiter verfeinern und jeder das Maximum aus dem Auto herausholt. Die Leistung am Freitag ist schließlich selten ein perfekter Indikator für den Rest des Wochenendes.

Die schwierigen Bedingungen mit viel Wind könnten ein verfälschtes Bild der wahren Kräfteverhältnisse gezeichnet haben. Manche Teams finden sich in solchen Situationen schneller zurecht als andere. Was genau hinter dem Tempo von Ferrari steckte und ob es sich rein um die Abstimmung oder einen vorübergehenden Vorteil handelte, wird sich erst in der entscheidenden Qualifying-Session zeigen.

Das Team aus Maranello wird die Daten aus den Trainings intensiv analysieren, um zu verstehen, woher der Vorsprung kam. Es bleibt die Frage, ob sie diese Linie gewissermaßen fortsetzen können oder ob die Konkurrenz, insbesondere Red Bull und Mercedes, die Lücke schnell schließen wird. Alle Augen sind auf den Samstag gerichtet, an dem sich zeigen wird, wie konkurrenzfähig Ferrari tatsächlich ist.

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