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Erleichterung bei Russell nach hart erkämpftem Sieg in Österreich

Nach einer Phase von Rückschlägen und dem eindrucksvollen Aufstieg von Teamkollege Kimi Antonelli fand George Russell in Österreich den Weg zurück zum Sieg und zu neuem Selbstvertrauen.

Von Lesley Bakker - 2026-06-28T20:05:27.000Z - 2 Min. Lesezeit

Der Sieg von George Russell beim Grand Prix von Österreich fühlte sich wie eine Befreiung an. Sein erster Erfolg seit dem Saisonauftakt in Australien lag schließlich fast vier Monate zurück. In der Zwischenzeit musste er mitansehen, wie Teamkollege Kimi Antonelli fünf Siege in Folge feierte und ihn sogar Lewis Hamilton und Ferrari in der Weltmeisterschaft überholten.

Russell sprach von „einer langen Zeit“ und „einigen schwierigen Monaten“, in denen ihm das Glück zu fehlen schien und seine Leistungen stellenweise enttäuschten. Die Anwesenheit eines „unglaublichen Teamkollegen“, der Woche für Woche spektakuläre Leistungen zeigte, sorgte für zusätzlichen Druck. Die vergangenen zwei Rennwochenenden mit Pole-Positions in Kanada und Spanien sowie nun dem Sieg in Österreich waren daher von „vitaler Bedeutung“, um sich selbst daran zu erinnern, wozu er fähig ist.

Laut Teamchef Toto Wolff spielte der psychologische Druck eine große Rolle, insbesondere mit einem starken jungen Teamkollegen an seiner Seite. Wolff enthüllte, dass seine Funkbotschaft „George, einfach fahren“ während der Qualifikation eine Anspielung auf die Arbeit im Hintergrund war, die Russell dabei helfen sollte, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Auto zu fahren, ohne zu viel über Strategie oder die Aktionen anderer nachzudenken.

Das Fundament für den Sieg wurde jedoch bereits am Samstag gelegt, als das Schicksal der Top Drei in den letzten Sekunden der Qualifikation entschieden wurde. Max Verstappen verunfallte aufgrund eines aerodynamischen Problems, und Kimi Antonelli interpretierte gelbe Flaggen falsch, woraufhin er seine schnelle Runde abhob. Russell schätzte die Situation richtig ein, lüftete minimal das Gas und sicherte sich so die Pole-Position, was ihm zu Beginn des Rennens entscheidenden Verschaufpause verschaffte.

Auch die Strategie während des Rennens erwies sich als ausschlaggebend. Mercedes holte Russell früh zu seinem zweiten Stopp herein, was Red Bull dazu zwang, Verstappen länger draußen zu lassen. Obwohl die Top Drei in Bezug auf die Rennpace vergleichbar waren, gaben diese Entscheidungen den Ausschlag für die schlussendlichen Positionen.

Der Red Bull-Bolide zeigte sich zudem durch ein Upgrade erheblich verbessert, wodurch Verstappen zum ersten Mal in dieser Saison „wirklich um den Sieg“ kämpfte. Lewis Hamilton schätzte den Zeitgewinn durch das Upgrade auf „0,3–0,4 Sekunden“, teilweise erzielt durch Gewichtseinsparung. Verstappen selbst erkannte den Fortschritt an und fühlte sich im ersten Teil des Rennens konkurrenzfähig, auch wenn er später mit Problemen im Heckbereich des Autos zu kämpfen hatte. Dennoch war das Podium ein „sehr positives“ Zeichen für das Team.

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