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Malaysia springt als Ersatz für den Bahrain GP ein

Der Formel-1-Kalender nimmt eine unerwartete Wendung: Die kultige Sepang-Strecke in Malaysia bereitet sich darauf vor, im Oktober ein Ersatzrennen für den verschobenen GP von Bahrain auszurichten.

Von Sanne Vermeer - 2026-07-25T13:09:48.000Z - 3 Min. Lesezeit

Der Formel-1-Kalender erfährt eine unerwartete Änderung, da sich die kultige Sepang-Strecke in Malaysia auf ein Comeback vorbereitet. Im Oktober wird der Kurs nahe Kuala Lumpur einen Grand Prix ausrichten, der als Ersatz für das Anfang der Saison verschobene Rennen in Bahrain dient. Damit kehrt Sepang erstmals seit 2017 wieder in den Formel-1-Kalender zurück.

Der ursprüngliche Grand Prix von Bahrain, der für April geplant war, musste wegen des andauernden Krieges im Nahen Osten abgesagt werden. Der Konflikt, der nach Aktionen der USA und Israels gegen den Iran ausbrach, machte es unmöglich, Sicherheit und Logistik eines Rennens in der Region zu garantieren. Obwohl die F1 zunächst hoffte, Bahrain Ende Oktober nachholen zu können, zwangen der näher rückende Logistik-Termin und das ausbleibende Ende der Kämpfe die Organisatoren zu einer alternativen Lösung.

Das Rennen in Malaysia ist für den 2. bis 4. Oktober angesetzt und findet damit genau eine Woche vor dem Grand Prix von Singapore statt. Die Veranstaltung wird offiziell als Grand Prix von Bahrain präsentiert, jedoch auf malaysischem Boden ausgetragen. Diese Verschiebung bedeutet eine stramme Planung für die Teams mit drei aufeinanderfolgenden Rennwochenenden: erst Aserbaidschan, dann Malaysia und direkt im Anschluss Singapore.

Obwohl die Rückkehr von Sepang weitgehend von der Formel 1 geregelt wurde, fehlt noch die formelle Zustimmung der FIA, dem Dachverband des Motorsports. Die offizielle Ankündigung wird dennoch in Kürze erwartet, möglicherweise bereits am kommenden Sonntag. Hinter den Kulissen werden vermutlich die letzten Details finalisiert.

Die unsichere Lage im Nahen Osten wirft auch einen Schatten auf die beiden Saisonabschlussrennen in Qatar und Abu Dhabi, die für Ende November und Anfang Dezember auf dem Programm stehen. Eine endgültige Entscheidung über diese Events muss erst im September fallen. Dennoch werden bereits mehrere Ausweichorte geprüft, sollte sich die Lage in der Region nicht verbessern.

Der wahrscheinlichste Kandidat für einen eventuellen Einsatz als Saisonfinale ist die Rennstrecke Imola in Italien. Der historische Kurs richtete von 2020 bis 2025 den Grand Prix der Emilia-Romagna aus und war bereits zwischen 1980 und 2006 ein fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Weniger wahrscheinlich, aber auf der Shortlist, sind Portimão in Portugal und Istanbul Park in der Türkei. Beide Strecken müssen jedoch noch erhebliche Bauarbeiten für ihre geplante Rückkehr im nächsten Jahr abschließen, was ein Rennen im Dezember zusätzlich erschweren würde.

Mit der Absage aller vier Rennen im Nahen Osten (Bahrain, Saudi-Arabien, Qatar und Abu Dhabi) würde der ursprüngliche Kalender von 24 Rennen auf nur 20 schrumpfen. Die Formel 1 strebt jedoch an, mindestens 21 Grands Prix auszutragen. Eine geringere Anzahl würde nämlich Vertragsklauseln auslösen, wodurch der Sport möglicherweise Gelder an Rechteinhaber und wohl auch an von Sponsorbudgets abhängige Teams zurückzahlen müsste.

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