APEX RACEWIRE Redaktion

Max Verstappen schweigt, Bearman hofft: Fahrerlager in Aufruhr

Während sich Max Verstappen zu seiner Zukunft bedeckt hält, blickt Ollie Bearman vorsichtig voraus, und mehrere Teams kämpfen vor dem Großen Preis von Belgien mit Problemen.

Von Michael de Vries - 2026-07-16T17:23:22.000Z - 3 Min. Lesezeit

Das Fahrerlager in Spa-Francorchamps brodelt vor Gerüchten, doch Max Verstappen zieht es vor, sich nicht daran zu beteiligen. Der vierfache Weltmeister antwortete äußerst wortkarg auf Fragen zu einem möglichen Wechsel zu McLaren mit Ausdrücken wie „nein“ und „nichts zu sagen“. Obwohl sein Vertrag eine Ausstiegsklausel enthält, liegt seine Priorität offenbar bei einem konkurrenzfähigen Red-Bull-Boliden, und seine Situation hat sich laut seinen Worten seit dem Großen Preis von Österreich nicht verändert.

Für Ollie Bearman klingen Gerüchte über ein Interesse von Red Bull durchaus „schmeichelhaft“. Der junge Brit betonte jedoch, dass er sich voll auf seine aktuelle Rolle bei Haas konzentriert und hofft, letztlich den Schritt zu Ferrari zu schaffen, seinem langjährigen Förderer. Er räumt ein, dass er nicht alles selbst in der Hand hat – angesichts der womöglich gesetzten Ferrari-Fahrerpaarung – und wartet gespannt ab, was die Zukunft und ein Vertrag für das kommende Jahr bringen werden.

Unterdessen kämpfen einige Teams mit ihren aktuellen Fahrzeugen. Cadillac leidet weiterhin unter Problemen mit der Bremskühlung, was in Österreich zu Ausfällen führte. Obwohl eine dauerhafte Lösung erst in Ungarn geliefert werden kann, hofft das Team, das Rennen in Spa dank der kühleren Temperaturen und des Streckenprofils zu überstehen. Dennoch führt Cadillac einen überarbeiteten Frontflügel ein – eine frühere Testversion, die nach weiterer Entwicklung nun für eine kleine, aber hoffentlich nützliche Leistungssteigerung wieder zum Einsatz kommt.

Auch Aston Martin blickt dem Update in Ungarn voller Erwartung entgegen, wenngleich die Verfügbarkeit von ausreichend Ersatzteilen wie eine dunkle Wolke über dem Team hängt. Mike Krack betonte, dass alles unternommen wird, um die Fristen einzuhalten. Lance Stroll bezeichnete das aktuelle Auto als „schrecklich“ und hofft, dass Spa ihr letztes „schmerzhaftes Wochenende“ mit der A-Spezifikation bleibt. Williams richtet den Blick sogar schon vorsichtig auf 2027; Alex Albon berichtete, dass das Team bereits mehr Simulatorarbeit für den Boliden des nächsten Jahres leistet, zusätzlich zu den Arbeiten am aktuellen Fahrzeug.

Auch das Fahrgefühl selbst steht in der Kritik. Fernando Alonso, der der aktuellen batterie-dominierten Formel 1 kritisch gegenübersteht, sucht die reine Freude am Fahren manchmal in seiner privaten Sammlung älterer F1-Boliden, genießt aber nach wie vor das kompetitive Element auf der Strecke. Zudem gibt es Diskussionen über das Rennende: Nach der Safety-Car-Zielankunft in Großbritannien forderte Lewis Hamilton mehr Spielraum für die Rennleitung, eine Rote Flagge zu zeigen, während George Russell hierzu eine nuanciertere Haltung vertritt. Was das Rennen in Spa betrifft, sagt Russell voraus, dass das befürchtete 'Yo-Yo-Racing' (bei dem sich Autos aufgrund unterschiedlicher Batterieleistungen ständig gegenseitig überholen) weniger ausgeprägt sein wird; er glaubt, dass die Energiemanagement-Strategie für alle ähnlich sein wird, was das Überholen erschweren könnte.

Schließlich führt Racing Bulls in Spa ein Upgrade-Paket ein, das die Position im Mittelfeld stärken soll. Auffällig ist, dass das vollständige Update vorerst nur am Auto van Arvid Lindblad zu finden sein wird, während Liam Lawson, der in der Meisterschaft weiter vorne liegt, bis zum Rennen in Ungarn auf den kompletten Umbau seines Autos warten muss.

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