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Sainz nach Behinderung von Verstappen im Ungarn-Training verwarnt

Carlos Sainz erhielt im ersten freien Training zum Grand Prix von Ungarn eine offizielle Verwarnung der Sportkommissare wegen Behinderung von Max Verstappen, der selbst straffrei blieb.

Von Michael de Vries - 2026-07-24T14:15:14.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Wikimedia Commons contributor / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Die Sportkommissare der Formel 1 befassten sich nach dem ersten freien Training auf dem Hungaroring mit einem auffälligen Zwischenfall zwischen Carlos Sainz und Max Verstappen. Letztlich entschieden die Offiziellen, Sainz eine offizielle Verwarnung wegen Behinderung des Niederländers zu erteilen, während Verstappen selbst im Nachgang der Situation von jedem Vergehen freigesprochen wurde.

Der Vorfall ereignete sich auf der Geraden vor Kurve 12. Sainz fuhr dort auf der Rennlinie und verlangsamte laut den Stewards frühzeitig die Fahrt, genau in dem Moment, als sich Verstappen auf einer schnellen Runde von hinten näherte. Der Red Bull-Pilot sah sich gezwungen, nach rechts auszuweichen, um eine Kollision zu verhindern.

Während der Anhörung erklärte Sainz, dass sich das Kabel seines Teamradios gelöst hatte. Dadurch hörte er die wiederholten Warnungen seines Teams über Verstappens Annäherung nicht. Der Spanier gab an, dass er sich auf eine schnelle Runde vorbereitete und seine Bremsen frühzeitig aufwärmen wollte, was seine geringe Geschwindigkeit auf der Ideallinie erklärte.

Die Sportkommissare erkannten Sainz' Radioprobleme an. Dennoch urteilten sie, dass ein Fahrer unter solchen Umständen ohne Teamkommunikation nicht auf der Rennlinie seine Bremsen aufwärmen sollte. Indem er dies tat, behinderte Sainz Verstappen. Da sich der Zwischenfall im freien Training ereignete und nicht direkt gefährlich war, reichte eine offizielle Verwarnung aus.

Verstappen erklärte gegenüber den Stewards, dass er von Sainz' geringer Geschwindigkeit auf der Ideallinie überrascht war. Obwohl er ausweichen musste, hielt der Niederländer den Vorfall in diesem Moment nicht für direkt gefährlich.

Unmittelbar nach dem Ausweichmanöver verlangsamte Verstappen selbst vor Kurve 12 erheblich. Der amtierende Weltmeister gestikulierte mit sichtbarer Frustration in Richtung Sainz, der Verstappen daraufhin wieder überholte. Dieses Verhalten von Verstappen wurde ebenfalls untersucht.

Die Sportkommissare kamen jedoch zu dem Schluss, dass Sainz durch Verstappens Verlangsamung in keiner Weise behindert wurde. Zudem wurde kein anderes Fahrzeug auf der Strecke durch Verstappens Aktion beeinträchtigt. Daher wurde beschlossen, keine weiteren Maßnahmen gegen den Red Bull-Fahrer zu ergreifen.

Somit bleibt der Vorfall auf eine offizielle Aktennotiz für Sainz und eine deutliche Botschaft an die Fahrer beschränkt, auf der Ideallinie selbst bei technischen Problemen äußerst aufmerksam zu sein.

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