APEX RACEWIRE Redaktion
Aston Martin zeigt erste Anzeichen der B-Spec in Ungarn
Aston Martin hat auf dem Hungaroring die ersten sichtbaren Modifikationen seines lang erwarteten B-Spec-Autos gezeigt und damit den Beginn eines zweistufigen Groß-Upgrades markiert.
Von Ruben Smit - 2026-07-24T08:12:19.000Z - 2 Min. Lesezeit

Aston Martin hat in Ungarn erste Anzeichen der lang erwarteten B-Spec-Version seines 2026er Formel-1-Autos gezeigt. Diese umfassende Überarbeitung ist als zweistufiges Upgrade angelegt, wobei die erste Phase auf dem Hungaroring eingeführt wird. Der zweite, ebenso wichtige Schritt ist für Zandvoort geplant, wo er mit dem einzigen Motoren-Update zusammenfällt, das Honda für die Saison 2026 liefert.
Während am Donnerstag noch wenig von den neuen Spezifikationen zu sehen war, tauchten am Freitagmorgen in den Garagen auf dem Hungaroring die ersten konkreten Hinweise auf. Die Autos waren mit einem neu gestalteten Sidepod, einem modifizierten Unterboden und einem überarbeiteten Heckflügel ausgestattet. Dies markierte das offizielle Debüt eines bedeutenden Teils der erwarteten Änderungen.
Bei genauerer Betrachtung wurden spezifische Details sichtbar, die auf die neue Richtung des Teams hindeuten. Auffällig waren ein größerer 'Mäuseloch'-Ausschnitt im Unterboden und ein anderer Aktuator für den Heckflügel. Diese Anpassungen geben bereits einen Einblick in die Philosophie hinter der überarbeiteten Aerodynamik des Wagens.
Im Vorfeld des Rennwochenendes gab es laut Mike Krack, dem Chief Trackside Officer von Aston Martin, eine "Millionen-Dollar-Frage" bezüglich der Verfügbarkeit von genügend Teilen, um beide Autos mit dem Upgrade auszustatten. Krack äußerte sich am Donnerstag jedoch positiv und gab an, dass er "ziemlich sicher war, dass wir bereit sein würden."
Krack deutete zudem eine Kursänderung beim Design an. Das Team werde "eine andere Richtung einschlagen" als zuvor und sich von einigen der extremeren Designentscheidungen distanzieren. Dazu gehört die sehr aggressive Fahrhöhe am Heck des aktuellen Wagens – ein Aspekt, der in der neuen B-Spec möglicherweise neu bewertet wurde.
Die Einführung eines so umfangreichen Upgrades stellt eine ernsthafte Überprüfung der Daten- und Simulationswerkzeuge des Teams dar. Krack betonte, dass die Ingenieure an der Rennstrecke die neue Konfiguration so schnell wie möglich verstehen müssen, da keine Gelegenheit für ausführliche Wintertests mit Vergleichsläufen besteht. Die Qualität der Daten und das Verständnis der Simulationen sind daher essenziell.
Aston Martin erwartet nicht, das maximale Potenzial der B-Spec direkt bei den ersten Fahrten auszuschöpfen. Das Team muss lernen, wie es das Paket optimal verwaltet und das Beste herausholt. Grundlegende Tests, etwa zur Fahrhöhe und zur Anstellung (Rake), werden daher schrittweise über die kommenden Veranstaltungen hinweg stattfinden, was auf einen Lernprozess über mehrere Rennen hindeutet.