APEX RACEWIRE Redaktion

Max Verstappen verblüfft über Podiumsplatzierung in Ungarn

Trotz erheblicher Probleme mit dem Auto und eines schwierigen Wochenendes sicherte sich Max Verstappen überraschend den zweiten Platz beim Grand Prix von Ungarn.

Von Michael de Vries - 2026-07-27T06:17:37.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Morio / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Der Grand Prix von Ungarn bescherte Max Verstappen einen unerwarteten zweiten Platz – ein Ergebnis, das der Niederländer selbst als komplette Überraschung beschrieb. Nach einem Wochenende voller Frustrationen und Problemen mit dem Auto konnte Verstappen kaum glauben, auf dem Podium zu stehen. Er sprach im Nachhinein angesichts der Umstände von einer „Überleistung“.

Sein Rennen begann bereits mit einem Glücksfall. Obwohl er sich als Sechster qualifizierte, rückte er durch Startplatzstrafen für Andrea Kimi Antonelli und Lewis Hamilton um zwei Plätze auf P4 vor. Beim Start zog er sofort an Charles Leclerc vorbei. Später im Rennen profitierte er erneut, als Oscar Piastri aufgeben musste, wodurch Verstappen im Feld weiter nach vorne rückte.

Trotz dieser Positionsverbesserungen hatte Verstappen weiterhin mit seinem Auto zu kämpfen. „Ich hatte immer noch dieselben Probleme wie gestern“, sagte er nach der Zieldurchfahrt. Der Red Bull litt unter extremem Übersteuern und hatte in entscheidenden Momenten Probleme mit dem Reifenverschleiß. Bereits im Qualifying sprach er frustriert von einem „aerodynamisch komplett kaputten“ Wagen – ein Gefühl, das im Rennen unverändert blieb.

Das Rennen auf dem Hungaroring fühlte sich für den amtierenden Weltmeister wie eines der schwersten der Saison an. Die Balance in jeder Kurve zu managen, erforderte höchste Konzentration. Dennoch gelang es ihm dank eines soliden ersten Stints, der auch durch seinen starken Start ermöglicht wurde, den Grundstein für seinen Vormarsch zu legen.

Ein Undercut sorgte kurzzeitig für einen Rückschlag, aber ein schnelles Überholmanöver gegen Lewis Hamilton gestaltete seinen zweiten Stint wieder übersichtlicher. Für die Schlussphase des Rennens entschied sich sein Team für weiche Reifen – eine Entscheidung, die Verstappen zunächst als Risiko sah. „Das wird eine lange Fahrt bis zum Ende“, dachte er damals, doch die Strategie erwies sich als effektiv.

Nach dem Aussteigen aus seinem RB22 entdeckte Verstappen zudem noch einen Schaden an seinem Auto, was seine Leistung noch bemerkenswerter machte. Er betonte, dass das Team als Ganzes stark agiert habe, was dieses unerwartete Ergebnis – sein bisher bestes der Saison – überhaupt erst möglich gemacht habe.

„Wie zur Hölle bin ich hier gelandet?“, fragte sich Verstappen lautstark, immer noch schockiert über den Podiumsplatz. Obwohl Andrea Kimi Antonelli in der Schlussphase des Rennens noch einmal nahe kam, reichte die Zeit letztlich nicht aus, um Verstappen zu gefährden. Das Endergebnis zeigt, dass die Kombination aus Fahrer und Team selbst mit einem problematischen Auto zu besonderen Dingen in der Lage ist.

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