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Sainz schlägt Alarm: Williams fällt trotz Gewichtsverlust weiter zurück

Carlos Sainz äußert tiefe Sorgen über die stagnierende Leistung von Williams, das trotz aller Anstrengungen Mühe hat, den Anschluss an das Feld zu halten.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-07-10T07:13:03.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Dave Jefferys / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Carlos Sainz scheint die Geduld mit Williams zu verlieren. Nach dem Grand Prix von Silverstone übte der Fahrer scharfe Kritik an den stagnierenden Leistungen des Teams, trotz des Versprechens eines Neuanfangs mit dem neuen Reglement von 2026. Was durch den frühen Entwicklungsfokus auf das neue Auto zunächst hoffnungsvoll aussah, mündete in tiefe Enttäuschung.

Der Saisonstart war von extremem Übergewicht des Autos geprägt – bis zu 28 Kilogramm zu viel. Obwohl inzwischen erheblich Gewicht eingespart wurde, schlägt sich dies kaum in Rundenzeiten nieder. Mehr noch: Nach einer leichten Verbesserung in Miami, wo das Team sein einziges zweifaches Punkteergebnis erzielte, scheint Williams in Rennen wie Österreich und zuletzt Silverstone wieder weiter hinter die Spitze und das Mittelfeld zurückzufallen. Sainz sprach von einem „besorgniserregenden Trend“ und einer „fehlenden Anpresskraft“, die dem Auto mangelt.

Teamchef James Vowles räumt die tiefer liegenden Probleme innerhalb der Organisation ein. Er verweist auf veraltete Prozesse und den Mangel an zuverlässigen Daten, was zu entscheidenden Konstruktionsfehlern führte, die erst zu spät entdeckt wurden. Dies resultierte in einem unvermeidbaren Rückstand von drei Wochen und dem übergewichtigen Auto zu Saisonbeginn. Vowles betont, dass der Aufbau des nötigen Fachwissens und der Infrastruktur – etwas, wofür Top-Teams Jahrzehnte brauchten – bei Williams noch in den Kinderschuhen steckt.

Williams setzt nun alles auf eine Karte und führt beim Grand Prix von Aserbaidschan Ende September ein sogenanntes „B-Spec“-Auto ein. Diese umfassende Überarbeitung beinhaltet ein neues Chassis und soll nicht nur das Gewicht weiter reduzieren, sondern vor allem die aerodynamische Balance sowie das „Three-Wheeling“-Problem beheben – ein Phänomen, das den Fahrern das Gefühl gibt, Passagier zu sein, und das Risiko blockierender Räder erhöht.

Für Sainz ist der Erfolg dieses B-Spec-Autos entscheidend. Der Spanier, der in engem Austausch mit Vowles steht, lehnte zuvor andere Teams ab, um dem Williams-Projekt seinen Stempel aufzudrücken. Obwohl seine Hingabe weiterhin vorhanden ist, muss die Teamführung nun den Nachweis erbringen, dass sie die Grundlagen der Fahrzeugentwicklung beherrscht und die besorgniserregende Stagnation durchbrechen kann, um die gewünschten Fortschritte zu zeigen.

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