APEX RACEWIRE Redaktion
Russell unantastbar, Verstappen kämpft sich aufs Podest zurück
George Russell verwandelte seine Pole-Position in einen kontrollierten Sieg, während Max Verstappen nach seinem Qualifying-Crash mit einem starken zweiten Platz beeindruckte.
Von Michael de Vries - 2026-06-28T20:07:04.000Z - 2 Min. Lesezeit
George Russell zeigte im Rennen, warum er ein Sieger ist. Von der Pole-Position aus fuhr der Mercedes-Fahrer ein äußerst kontrolliertes Rennen und hielt dem Druck der Verfolger trotz intensiver Hitze und des Ausfalls seines Trinksystems stand.
Max Verstappen beeindruckte mit einer eindrucksvollen Aufholjagd. Nach seinem Sturz im Qualifying kämpfte sich der Niederländer auf den zweiten Platz zurück, kam mit aggressiver und schneller Fahrweise dem Sieg nahe und lieferte sich spannende Duelle. Hinter ihm komplettierte Teamkollege Kimi Antonelli das Podium und baute seine komfortable Führung in der Meisterschaft weiter aus, auch wenn eine unglücklich getimte VSC-Phase ihn womöglich die Chance auf den Sieg kostete.
Oscar Piastri erlebte ein ruhiges, aber äußerst effizientes Rennen, in dem er seinen McLaren auf einen soliden vierten Platz steuerte. Auch Isack Hadjar erholte sich gut von einem enttäuschenden Qualifying und belegte einen starken sechsten Platz, wenngleich der Podestplatz seines Teamkollegen ein bitterer Pille gewesen sein dürfte. Liam Lawson zeigte erneut eine abgeklärte Leistung in den Punkten, ebenso wie Rookie Arvid Lindblad, der sich erneut einen Platz in den Top Ten sicherte.
Für Ferrari verlief das Rennen enttäuschend. Charles Leclerc startete noch aus der ersten Reihe, sah seine Geschwindigkeit jedoch schnell einbrechen und kam weit hinter seiner Startposition ins Ziel. Auch Lewis Hamilton erlebte einen schwierigen Nachmittag; trotz eines guten Qualifyings fanden er und das Team die Rennpace nicht, sodass sich die Wahl der weichen Reifen wie eine bizarre, aber notwendige Wette anfühlte.
Allgemeinere Probleme gab es bei Alpine, wo alle Fahrer unter Tempomangel litten und im Feld zurückfielen. Aston Martin erlebte einen Tag zum Vergessen, geprägt von einem frühen Ausfall von Lance Stroll und einer Zeitstrafe für Fernando Alonso. Auch Williams sah beide Autos vorzeitig ausscheiden, ebenso wie Cadillac, deren Fahrer Valtteri Bottas und Sergio Perez aufgrund technischer Probleme kaum Rennminuten absolvierten.