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FIA setzt auf günstige V8 und unabhängigen Motorenlieferanten
Die Formel 1 arbeitet an umfassenden Änderungen für das Motorenreglement 2031, mit der Rückkehr von V8-Motoren und Plänen, den Einfluss großer Hersteller auf Kundenteams zu verringern.
Von Sanne Vermeer - 2026-07-06T16:00:40.000Z - 2 Min. Lesezeit

Die Formel 1 bereitet sich definitiv auf eine neue Ära mit V8-Motoren vor, wie die FIA und Formula One Management bereits zuvor klarstellten. Die derzeitigen komplexen und kostspieligen Turbo-Hybride, die zudem nicht den gewünschten Sound erzeugen, scheinen für 2031 Geschichte zu sein. Mohammed Ben Sulayem, Präsident der FIA, gab während des Großen Preises von Großbritannien weitere Einblicke in Pläne, die den Sport grundlegend verändern könnten.
Eine der auffälligsten Entwicklungen ist der Vorschlag, einen unabhängigen Motorenlieferanten einzusetzen. Dieser könnte den Teams standardisierte, erschwingliche V8-Motoren liefern, was die Abhängigkeit von den großen Herstellern erheblich verringern würde. Laut Ben Sulayem soll dies der Macht ein Ende setzen, die Motorenhersteller auf ihre Kundenteams ausüben, etwa bei Abstimmungen. Unabhängige Teams würden dadurch eine stärkere Position erlangen und weniger anfällig für Druck sein.
Der FIA-Präsident hebt die Vorteile eines einfacheren und günstigeren Motorenkonzepts hervor. Die F&E-Budgets könnten um die Hälfte schrumpfen und die Autos müssten etwa 100 kg leichter werden, was auch der Sicherheit zugutekommen würde. Einige Teams wie McLaren sehen darin möglicherweise eine Chance, eigene Triebwerke zu bauen, obwohl Renault über Alpine derzeit kein Interesse an einer Rückkehr als Motorenhersteller zeigt.
Dennoch wird eine Form der Elektrifizierung bestehen bleiben, wenn auch mit einer erheblich kleineren Rolle – gedacht ist an 10 bis 15 Prozent der Leistung. Die Diskussion über Turbolader oder Sauger-V8 ist noch im Gange; Ben Sulayem schlägt eine Wahl zwischen einer Hybridkomponente oder einem Turbo vor, um Gewicht und Kosten zu begrenzen. Gleichzeitig untersucht die FIA die Rückkehr von Nachtanken. Ein Sauger-V8 benötigt mehr Kraftstoff, was den Vorteil des leichteren Autos teilweise zunichtemachen würde. Die Auswirkungen auf den Rennsport, die Kosten und die Sicherheit werden derzeit untersucht.