APEX RACEWIRE Redaktion
Norris erhält zehn Startplätze Strafe in Belgien nach vierter Elektronikeinheit
Lando Norris steht in Spa-Francorchamps vor einer Herausforderung: Eine Versetzung um zehn Startplätze zwingt ihn zu einer Aufholjagd—eine direkte Folge anhaltender Zuverlässigkeitsprobleme mit seiner Power-Unit.
Von Patrick Koster - 2026-07-16T14:17:11.000Z - 2 Min. Lesezeit
Lando Norris muss am kommenden Wochenende in Belgien in der Startaufstellung um zehn Plätze zurück. McLaren hat diese Maßnahme bestätigt, da der Weltmeister gezwungenermaßen eine neue Komponente seiner Power-Unit einbauen muss und damit das maximal erlaubte Kontingent überschreitet.
Es handelt sich um die Power-Electronics-Einheit, von der Norris nun sein viertes Exemplar in Betrieb nimmt, während vor dem zehnten Saisonrennen ein Limit von drei gilt. Probleme mit diesem spezifischen Bauteil plagen die Mercedes-Power-Units, darunter jene von McLaren, schon seit Längerem in dieser Saison.
Frühere Zwischenfälle, wie ein verpasster Start in China und ein Defekt im zweiten freien Training in Monaco, zwangen Norris schnell dazu, seinen Vorrat aufzubrauchen. Selbst eine in Japan montierte Ersatzeinheit stieß direkt auf Schwierigkeiten, wodurch der Fahrer schon früh am Limit war.
McLaren hat sich strategisch dafür entschieden, diese Strafe beim Großen Preis von Belgien zu verbüßen. Die Strecke von Spa-Francorchamps ist für ihre vergleichsweise besseren Überholmöglichkeiten bekannt, im Gegensatz zu den kommenden Rennen in Ungarn und Zandvoort, was die Auswirkungen der Startplatzstrafe abmildern soll.
Der notwendige Wechsel zielt darauf ab, von den jüngsten Zuverlässigkeitsverbesserungen zu profitieren, die vom Motorenlieferanten Mercedes-AMG High Performance Powertrains eingeführt wurden. Das Team plant, diese vierte Power-Electronics-Einheit für den Rest der Saison zu nutzen, um sowohl die Zuverlässigkeit zu maximieren als auch weitere sportliche Strafen zu vermeiden.
Die Motorenprobleme beschränken sich nicht auf McLaren. Auch andere Fahrer mit einer Mercedes-Power-Unit, wie George Russell und Andrea Kimi Antonelli, hatten in dieser Saison mit Ausfällen im Zusammenhang mit dem Batteriemodul zu kämpfen.