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Vasseurs Spaßbremse beim Titeltraum: 'Immer langsam, Jungs!'

Nach zwei überraschenden Siegen in Spanien und Großbritannien dämpft Teamchef Fred Vasseur die Titelhoffnungen bei Ferrari mit einer äußerst vorsichtigen Botschaft.

Von Kritische Hans van den Broekma - 2026-07-07T12:29:45.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Xavigivax / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Oh, welch ein Luxus! Zwei Grand-Prix-Siege in Folge für Ferrari, und die Tifosi durften kurz von einem packenden Titelkampf träumen. Aber halt! Bevor die Champagnerkorken in Scharen knallten und sich die Straßen von Maranello in ein rotes Meer verwandelten, beschloss Teamchef Fred Vasseur, die Euphorie eigenhändig einzudämmen. Denn bloß nicht zu früh freuen, nicht wahr? Man stelle sich vor, es steckte tatsächlich eine konstante Leistung dahinter...

Man muss zugeben: Die jüngsten Erfolge kamen durchaus etwas unerwartet. Lewis Hamilton, der Neuzugang in Rot, ließ dank eines umfangreichen Upgrade-Pakets mit einem überraschenden Sieg in Barcelona so manche Augenbraue nach oben schnellen. Und als ob das nicht genug wäre, bewies Charles Leclerc in Silverstone, dass er nach offenbar 'schwierigen Zeiten' durchaus 'zurückschlagen' kann. Zwei Siege, zwei verschiedene Fahrer, und dennoch wirkt es, als stünde Vasseur weiterhin auf der Bremse. Sehr beruhigend für die Fans, muss ich schon sagen.

Warum also diese krampfhafte Zurückhaltung? Laut dem großen Strategen selbst sind die Leistungen der Scuderia noch zu wechselhaft, um bereits über Chancen auf die Meisterschaft zu sprechen. Mit anderen Worten: 'Ja, wir haben zwei Rennen gewonnen. Aber vergesst nicht die anderen Momente, in denen wir weniger brillant waren – so können wir zumindest sagen, dass wir euch gewarnt haben.' Eine klassische Managementtaktik, um die Erwartungen niedrig zu halten, damit jede mittelmäßige Leistung später als Sieg verkauft werden kann.

Es ist beinahe rührend, diese Vorsicht. Während die Konkurrenz ohne Zweifel längst die Schalttafeln für den Titelkampf vorbereitet, grübelt man bei Ferrari offenbar immer noch darüber nach, ob man überhaupt mitspielen darf. Spa ist die nächste Station, und hoffen wir, dass die Männer aus Maranello dort auch zu fahren wagen, anstatt die PR-Abteilung schon jetzt Erklärungen für 'wechselhafte Leistungen' aufsetzen zu lassen. Denn ein Formel-1-Team, das nicht vom Titel zu träumen wagt – was ist das eigentlich wert?

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